Freiheits‐Diebstahl am Beispiel der geplanten Bargeld‐Abschaffung

Von Andreas Albrecht Harlaß

Die Einschläge werden mehr und kommen näher: Nachdem bereits die Meinungsfreiheit der "Political correctness" ‐ erzeugt durch den politisch‐medialen Komplex ‐ geopfert wurde, wie nun auch der Facebook‐Kotau vor dem anmaßend auftretenden Justizminister Maas belegt, soll nun das nächste Quäntchen Freiheit verschwinden: Das Bargeld muss raus. Raus aus Börse und Schatulle! Jüngst preschte damit der nordrhein‐westfälischen Finanzministers, Norbert Walter‐Borjans (SPD) vor und forderte Obergrenzen für Bargeld‐Zahlungen. In Deutschland könne diese Grenze bei 2.000 bis 3.000 Euro liegen. Italien ist da schon viel "weiter". Bargeschäfte über 1000 Euro sind untersagt.

Nun gut, es gibt in Deutschland keine so aktive Mafia wie dort und glücklicherweise noch einigen Widerstand gegen diesen erneuten Entmündigungsversuch durch Hochfinanz und deren politischen Vollstrecker in den Monopol‐Parteien. "Bargeld ist gelebter Datenschutz", belehrt dann auch der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Klaus Müller den Roten aus Düsseldorf und begründet nachvollziehbar warum: "Unbares Zahlen hinterläßt Datenspuren, die kommerziell genutzt und zur Erstellung eines Verbraucherprofils verwendet werden können."

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Es geht erstens darum, den noch gläserneren Bürger zu schaffen und weiteres Geld absaugen zu können. Zweitens können ohne Bargeld negative Zinsen viel leichter durchgesetzt werden. Neben jeder Überweisung, die irgendwo gespeichert wird und damit auch für Kontrollen abrufbar sind, soll erreicht werden, dass Bürger ihr Geld verpulvern, statt auf die hohe Kante zu legen, um im Rentenalter ein Stück Butter zum Brotkanten dazu kaufen zu können. Drittens sollen negative Zinsen die Geschäftsbanken bewegen, mehr Kredite an Unternehmen und Privatleute zu vergeben, statt Geld bei Zentralbanken zu lagern. Dies würde dann nämlich Geld, in Form negativer Zinsen, kosten. Viertes Argument, was gern, weil populär angeführt wird: Steuerflucht und Drogenkriminalität könnten ohne Bargeld angeblich besser bekämpft werden. Für Stockholms Polizeipräsident ist Bargeld gar "das Blut in den Adern der Kriminalität". Kein Wunder, dass man in Schweden dumm dasteht, wenn man keine Kreditkarte einstecken hat. Behörden lehnen die Annahme von haptischen Kronen längst ab. Schließlich fünftens: Banken und Staat können Vermögen sofort einfrieren, wenn es bei drohenden Krisen nicht abgehoben werden kann oder längst unterm Kopfkissen lagern.

Ausnahmsweise sollte man es bei dieser Thematik mal wie die Grünen halten: Papier statt Plastik! Oder wie bereits Dostojewski anmerkte: Bargeld ist geprägte Freiheit!

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