Ablehnung von Grenzkontrollen - war CDU-Kretschmer früher nie in Polen?

Kriminalitätsbekämpfung wären seine Hauptanliegen, aber ein „Dichtmachen“ der Grenzen käme für ihn nicht in Frage. „Ich komme aus Görlitz, und ich weiß noch wie es war, als die Grenze zu war. Das wollen wir so auf keinen Fall wieder haben.“

Sebastian Wippel, innenpolitischer Sprecher und ebenfalls aus Görlitz, kommentiert:

„Ich weiß nicht, ob Kretschmer zu lange mit seinem neuen Kabinett gefeiert hat, oder ob er möglicherweise früher nie in Polen war. Bis Ende 2007 existierten die stationären Grenzkontrollen und ich habe meist nur wenige Minuten mit dem Auto gewartet. Diese kurze Wartezeit habe ich gern in Kauf genommen als Schutz vor osteuropäischen Diebesbanden und unkontrollierter Einwanderung. Seit Grenzöffnung sind Wohnungseinbrüche und Auto-Diebstähle stark angestiegen. Mit der Masseneinwanderung kamen auch gefährliche Straftäter: Raubüberfälle, Sexualdelikte und blutige Terroranschläge haben seitdem zugenommen.

Hier zeigt sich die ganze Scheinheiligkeit der Kretschmer-CDU. Wenn internationale Politiker-Treffen geschützt werden sollen, ist ein sogenanntes ‚Dichtmachen‘ der Grenzen offensichtlich kein Problem. Der Schutz der Bürger scheint der CDU hingegen egal zu sein - die massive Abnahme von Lebensqualität wird achselzuckend in Kauf genommen. Lieber machen sich die Christdemokraten zum Anwalt der Wirtschaftslobby, die seit Jahren fabuliert, ohne offene Grenzen würde die Wirtschaft schweren Schaden nehmen. Dabei hat der europäische Binnenmarkt auch vor 2007 wunderbar funktioniert.“

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