AfD bietet Vorschläge gegen medizinische Unterversorgung in Sachsen

Nach einem Bericht der MOPO sterben in Sachsen die Hausärzte aus. Aktuell praktizieren nur noch 2620 Hausärzte. Von einer Unterversorgung kann jedoch noch nicht gesprochen werden.
 
Andre Wendt, sozialpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt:
 
„Der Ärztemangel ist seit Jahren bekannt und wird sich noch verschärfen, wenn nicht gegengesteuert wird. Das konstatierte auch ein vom Sozialministerium beauftragtes Gutachten zum „Versorgungs- und Arztbedarfes in Sachsen“ aus dem Jahre 2016. Entscheidende Initiativen blieben seither aus.
Wir haben bereits mehrfach Lösungen vorgeschlagen, die aber immer wieder im Landtag von allen anderen Fraktionen abgelehnt werden.
 
Unser Konzept zur Ärztegewinnung für den ländlichen Raum hat zwei zentrale Ansatzpunkte. Erstens müssen Ärzte für den ländlichen Raum gewonnen werden und zweitens müssen wir es schaffen, dass diese dort dauerhaft praktizieren.
 
Zur Gewinnung von Landärzten brachten wir bereits im letzten Jahr einen Antrag zur Einführung einer Landarztquote bei der Studienbewerberauswahl in den Landtag ein (Drs. 6/8490). Im Gegenzug für eine bevorzugte Studienplatzvergabe, hätten sich geeignete Kandidaten für das Praktizieren in unterversorgten Regionen verpflichten können. Unser Konzept sieht weiterhin vor, dass die ärztliche Tätigkeit attraktiver wird. Wir wollen stärker die Berufsausübungswünsche der jungen Ärzte berücksichtigen und ermöglichen. Dies kann über eine Anstellung bei einer Einrichtung der Kommune oder auch in Eigeneinrichtungen der KVS gewährleistet werden. Aber auch mobile Tätigkeiten und das Ermöglichen flexibler Berufsausübungsmodelle werden von uns fokussiert. Hierzu möchten wir die entsprechenden rechtlichen Voraussetzungen schärfen und Zuschüsse aus Landesmitteln für die technische Ausstattung von Eigeneinrichtungen der Kommunen bereitstellen (Drs. 6/13853). Ebenfalls müssen zur Verfügung stehende ärztliche Ressourcen effizienter genutzt werden – auch über die Sektorengrenzen zwischen dem ambulanten und dem Krankenhausbereich hinweg. Hierzu bedarf es auch des weiteren Ausbaus telemedizinischer Anwendungen sowie dem Abbau rechtlicher Hemmnisse für deren Einsatz (Drs. 6/12713).
 
Zur Bindung von Ärzten an den ländlichen Raum muss dieser, wie für alle anderen Bevölkerungsgruppen auch, attraktiver werden. Wir müssen Arbeitsplätze für den Partner schaffen, Kinderbetreuungsmöglichkeiten bereitstellen und kulturelle Angebote sichern. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel sollen den Kommunen über Ausgleichzahlungen aus einem Sondervermögen „Ländlicher Raum“ zur Verfügung gestellt werden. Ich verweise hierzu auf unseren Gesetzentwurf mit der Drs. 6/11443.
 
Es bedarf also eines entschiedenen Handelns aller an der Gesundheitsversorgung beteiligter Akteure. Wir werden uns auch in Zukunft, neben der Umsetzung unserer Vorschläge, nicht den vernünftigen Vorschlägen anderer Beteiligter verschließen. Wir stehen für die Zukunft des ländlichen Sachsens und seiner Bevölkerung ein.“

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