AfD-Fraktion befürwortet Asyl-Prüfung in Afrika

Auf europäischer Ebene wird derzeit diskutiert, Asylzentren in Afrika zu eröffnen. Bereits vor Ort sollen Anträge politisch Verfolgter auf Berechtigung geprüft werden, so dass ihnen der gefährliche Weg über das Mittelmeer erspart bleibt. Solche Migrationszentren könnten Bestandteil einer europäischen Reform der Flüchtlingspolitik sein, bestätigte das Bundesinnenministerium. Dazu erklärt der europapolitische Sprecher der AfD-Fraktion André Barth: "Die AfD-Fraktion unterstützt diesen Vorschlag. Es ist ein wichtiger Schritt in der Reform der Asylpolitik, frühzeitig zu erkennen, wer von Asylsuchenden Anspruch auf Asyl hat. Wer dann noch die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer antritt, plant aus wirtschaftlichen Gründen in Europa einzuwandern, da er nicht zu politisch oder religiös verfolgten Menschen gehört. Um diesen Wirtschaftsmigranten zu helfen, benötigt Deutschland dringend ein modernes Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild, so wie es die sächsische AfD-Fraktion zum Thema Asyl und Einwanderung Anfang Januar in einem Positionspapier vorgelegt hat. Mit einem Einwanderungsgesetz könnte auch gleich vor Ort in Afrika geprüft werden, ob die erforderlichen Qualifikationen für eine Einwanderung nach Deutschland vorliegen. Niemand müsste mehr sein Leben aufs Spiel setzen, um nach Europa zu gelangen." Der dramatische Anstieg der Asylbewerberzahlen stellt die Bundesrepublik vor unlösbare Probleme. Manfred Schmidt, Chef des Bundesamtes für Migration, erklärte in der Tageszeitung "DIE WELT": "Asylzentren in Afrika sind eine Frage der Zeit. Jeder weiß, dass es so nicht weiter gehen kann."

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