AfD-Fraktion empfiehlt Umweltministerium: Raus in die Natur!

In einer Kleinen Anfrage (Drs. 6/10006) wollte die AfD-Fraktion von der Staatsregierung unter anderem wissen, wie sie die Bedrohungslage für andere Tierarten durch den Waschbären einschätzt. Das Sächsische Landwirtschafts- und Umweltministerium antwortete: Ob die „Anwesenheit des anpassungsfähigen Waschbären…negative Einflüsse auf die…heimische Tierwelt haben wird“, könne noch nicht beantwortet werden. Die zunehmende Waschbären-Population in Sachsen führt dazu, dass das Tier, das keine natürlichen Feinde hat, Karpfenteiche leerfischt und Nester von Baum- bzw. Bodenbrütern räubert. Weinbauern im Meißner Elbtal klagen zudem über eine Zerstörung der wertvollen Reben, da die Waschbären zunehmend auch die Traubenstöcke abfressen.

AfD-Abgeordneter und Bundestags-Direktkandidat für den Wahlkreis Meißen, Carsten Hütter, der die Anfrage stellte, kommentiert:

„Man muss schon monatelang auf dem Mond gelebt haben, um nicht die Auswirkungen der erhöhten Waschbärenpopulation auf heimische Flora und Fauna mitzubekommen – oder eben im sächsischen Umweltministerium tätig sein. CDU-Minister Schmidt sollte seine Mitarbeiter dringend anweisen, mit Betroffenen der aggressiven Wilderei dieser Tiere zu sprechen, etwa den Weinbauern, die durch den Kahlfraß ihrer Reben inzwischen ernsthafte Sorgen um ihre Ernte haben. Genauso gut würde sich auch ein Nachmittagsbummel an der Seite von Jägern und Förstern durch Sachsens Wälder machen. Die von den Experten dann sicherlich präsentierten toten Vögel und zerstörte Brutnester würden zwar sicher die ministeriale Komfortzone empfindlich stören, aber dafür sorgen, dass die Umweltbürokraten nicht mehr so ahnungslos durch die Pampa stolpern.

Ganz im Ernst: Der Waschbär ist eine gefährliche Plage. Er dringt aggressiv in andere Lebensräume ein und zerstört sie. Das Aufkommen wächst, weil die Tiere Verluste schnell mit zusätzlichen Nachkommen kompensieren. Die AfD-Fraktion fordert daher schon seit längerem die Bejagung des Waschbären, bis die Population wieder auf ein Normalmaß gesunken ist.“

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