AfD-Fraktionsvorstand Jörg Urban: "Landwirtschaft für alle zukunftsfähig und nachhaltig!"

Der überwiegende Teil der ehemaligen LPGs wurde in Agrargenossenschaften umgewandelt, so dass auch heute ein Großteil der Landwirtschaftsflächen von Betrieben mit mehreren Tausend Hektar bewirtschaftet wird. Die Dominanz dieser Großbetriebe wirkt sich nicht nur auf die Art der Flächennutzung sondern auch auf die sozialen Strukturen der Gemeinden aus. Die Synergieeffekte großer Flächen, aber auch der technische Fortschritt führen dazu, dass immer weniger Menschen in den ländlichen Regionen ein auskömmliches Einkommen in der Landwirtschaft finden. Nicht zuletzt beeinträchtigt die sogenannte Energiewende den ländlichen Raum mit Windrädern und Monokulturen von Energiepflanzen negativ. Die Wohnqualität und die touristische Attraktivität der ländlichen Regionen Sachsens sinken. In den ländlichen Regionen Sachsens wohnen immer noch 2/3 der Bevölkerung. Leider muss die AfD feststellen, dass der Koalitionsvertrag in den Bereichen "Ländlicher Raum" und "Landwirtschaft" doch ein bisschen wie alte Kartoffeln in neuen Säcken wirkt.

Wenn man heute mit der Verpachtung von Maisfeldern für die Biogasproduktion Pachtpreise von über 600/ha (mitunter sogar über 1000 /ha) erzielen kann, dann muss man sich doch fragen, ob solche Maismonokulturen noch zusätzlich mit Fördermitteln bezuschusst werden müssen. Wenn man möchte, dass die Landwirte Agrar-Umwelt-Maßnahmen umsetzen: Blühstreifen sähen, Bachufer unbewirtschaftet lassen, Hecken pflanzen dann müssen die entsprechenden Förderprogramme auch ausreichende finanzielle Anreize setzen, damit ein Landwirt auf die Produktion verzichtet. Die AfD fordert ein Ende der Benachteiligung von Existenzgründern in der Landwirtschaft. Bäuerliche Neueinrichter und Wiedereinrichter werden seit der Wiedervereinigung strukturell benachteiligt. Wenn die Bundes-Vermögens-Verwaltungs-Gesellschaft heute öffentliche Flächen verkauft, werden prinzipiell die bisherigen Pächter bevorzugt, das heisst die Nachfolger der DDR-LPGs mit tausenden Hektar Betriebsfläche. Diese Bevorteilung könnte der Freistaat im Interesse der kleinen Neueinrichter, die den Großbetrieben auch finanziell unterlegen sind, aufheben. Die AfD wird gern mithelfen, nach sinnvollen Strategien und Maßnahmen zu suchen, die zu mehr Vielfalt, mehr Lebensqualität und mehr wirtschaftlicher Prosperität in unseren Ländlichen Räumen führe.

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