Akademisierungswahn stoppen, Schulbildung verstärken!

Die „Dresdner Neueste Nachrichten“ (DNN) berichten in ihrer Ausgabe vom Montag, dass mittlerweile mehr und mehr Handwerksbetriebe mit Zusatzleistungen wie Handys, Bargeld, Reisen oder Gutscheinen um Auszubildende werben müssten. Aktuell seien noch 7376 Lehrstellen unbesetzt. Dem stünden 5940 Jugendliche gegenüber, die noch keine Lehrstelle hätten, schreibt die Zeitung.

Andrea Kersten, AfD-Fraktionsmitglied und Mitglied im Schulausschuss, kommentiert:

„Durch falsche Weichenstellungen im sächsischen Bildungssystem suchen immer mehr Jugendliche ihr Heil in einer universitären Ausbildung, statt innerhalb weniger Jahre einen Beruf zu lernen. Vor allem die künstliche Überhöhung des gymnasialen Bildungsweges lässt die Jungen und Mädchen beinahe automatisch in die Spur zur Akademisierung wechseln. Die Adenauer-Stiftung monierte vor einiger Zeit, dass sich eine Kultur des Durchwinkens von der Grundschule über das Gymnasium bis zur Universität etabliert habe.

Schade, dass den vielen Firmen unseres Freistaates der Nachwuchs immer mehr abhandenkommt und auch die CDU-geführte Bildungspolitik nichts dagegen tut, einen immer mehr um sich greifenden Akademisierungswahn zu stoppen. Leidtragende dieser Illusion ist die Gesellschaft. Ihr fehlen mittelfristig gut ausgebildete Fachkräfte. Stattdessen hat sie ein Heer von arbeitslosen Akademikern zu finanzieren, das – ‚motiviert‘ durch zu lasche Bildungsstandards – feststellen muss, dass es weder den ein millionsten zusätzlichen Sozialpädagogen noch den Kulturwissenschaftler benötigt.“

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