Beschäftigungsrekord: Viele Sachsen arm trotz Arbeit

Die Arbeitslosigkeit fällt mit 6,1 Prozent in Sachsen auf den tiefsten Stand seit 1991. Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, André Wendt:

„Leider ist die gesunkene offizielle Arbeitslosigkeit nur die halbe Wahrheit des neuen Beschäftigungsrekords. Zehntausende Sachsen tauchen in dieser Statistik überhaupt nicht auf, weil sie beispielsweise in Umschulungsprogrammen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ‚geparkt‘ werden oder Hartz-VI beziehen und älter als 58 sind.

Zudem verdienen viele Arbeiter im Freistaat derartig wenig, dass sie oft in zwei Jobs arbeiten müssen oder Bittsteller für eine zusätzliche Aufstockung bei der Hartz-VI-Behörde sind. Kurzum, viele Menschen im Freistaat können von ihrem Verdienst heute nicht leben, sind trotz Arbeit arm. Laut einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung ist die Anzahl der armen Arbeitnehmer - seit den Hartz-IV-Reformen - in Deutschland um 100 Prozent gestiegen, mehr als in jedem anderen EU-Land. Deutlicher kann das Märchen von angeblichen ‚goldenen Herbst‘ auf dem Arbeitsmarkt nicht entlarvt werden. Arbeiter müssen von ihrem Einkommen im Vollzeit-Job endlich wieder vernünftig leben können! Doch CDU und SPD sind die Nöte sächsischer Geringverdiener scheinbar egal – von Initiativen gegen diese Missstände, ist wenig bis nichts zu spüren.“

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