Bürokratie und Materialversagen machen Mali-Einsatz zum traurigen Possenspiel

In Mali ist nur noch die Hälfte des Bundeswehr-Fuhrparks einsetzbar. Das berichtet die „Welt“ in ihrer gestrigen Ausgabe. Demnach sei vor allem das heiße Klima Schuld an Ausfällen bei Geländewagen und Fluggeräten. Allerdings sind auch deutsche Vorschriften ein Hemmnis. Fehle etwa ein Rücklicht oder eine Kopfstütze, seien Fahrzeuge auch in Mali nicht mehr zugelassen.

Dazu erklärt der sicherheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion und Oberfeldwebel a.D., Carsten Hütter:

„Laut CDU-Verteidigungsministerin von der Leyen soll Deutschland mehr Verantwortung in der Welt übernehmen, ist technisch aber nicht in der Lage dazu. Eine Lachnummer eigentlich, wenn es nicht so traurig wäre. Die Hälfte des in Mali stationierten Fahrzeugbestandes ist nicht mehr einsetzbar, aber die Politik brüstet sich immer wieder mit einer schlagkräftigen Truppe. Ich frage mich allerdings, was passiert, wenn wir angegriffen werden. Laufen wir dann zu Fuß davon? Bevor deutsche Politiker unsere Soldaten in Auslandseinsätze schicken, sollten sie für eine bessere Ausrüstung sorgen, die auch unter widrigsten Umständen noch ihren Auftrag erfüllen kann. Zudem haben bürokratische Hürden in den Einsatzländern nichts zu suchen. In deutschen Amtsstuben erdachte Vorschriften können nicht eins zu eins auf völlig andere Bedingungen angewandt werden. All das muss geändert werden – oder von der Leyen setzt leichtsinnig das Leben der deutschen Soldaten aufs Spiel.“

Diese Seite verwendet Cookies.