CDU-Bildungspolitik führt zu Frustration und Teilzeitarbeit bei Lehrern

Seit 6 Jahren steigt die Zahl der Teilzeit-Lehrer in Sachsen wieder. Mittlerweile arbeiten nur noch zwei Drittel aller Lehrer in Vollzeit. Das ergab die Antwort der Kleinen Anfrage (Drs. 6/12835). Dazu erklärt die Fragestellerin und bildungspolitische Fraktionssprecherin, Karin Wilke:

„Die Zahl der in Teilzeit beschäftigten Lehrer ist über die vergangenen 8 Jahre mit 10.000 Lehrern auf einem konstant hohen Niveau. Aus der Anfrage hat sich zudem ergeben, dass die Zahl der Anträge auf Verringerung der wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung seit 2015 sprunghaft angestiegen ist. Wurden 2014/2015 nur 285 solcher Anträge gestellt, waren es 2017/2018 schon 3.581. Das ist eine Steigerung um 1.150 Prozent. Hier wird die AfD nachhaken.

Keine Senkung der Teilzeitquote und explodierende Anträge auf Verringerung der Arbeitszeit. Wenn ein Drittel der Lehrer in Teilzeit arbeitet und immer mehr Lehrer immer weniger arbeiten wollen, lässt das auf eine große Frustration schließen. Kaum auszudenken was passiert, wenn im nächsten Jahr die großangekündigte Lehrerverbeamtung in Kraft tritt, die den Großteil der Lehrer finanziell benachteiligt.
Die CDU hat immer noch nicht verstanden, dass es nicht Geld allein ist, das die Lehrer glücklich macht. Es sind die Rahmenbedingungen, wie eine Klassenleiterstunde, kleinere Klassen oder die Absenkung des Regelstundenmaßes, die ihnen die schwere Arbeit erleichtern und sie motivieren weiterzumachen.

Die AfD-Fraktion hat daher schon mehrfach gefordert genau diese Rahmenbedingungen zu verbessern. Denn sonst steht Sachsen demnächst ganz ohne Lehrer da.“

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