CDU-Forderung nach mehr Medizinstudienplätzen ist Symbolpolitik!

Mit Blick auf die drohende ärztliche Unterversorgung in Sachsen, will die CDU Medienberichten zufolge die Gesundheitsversorgung verbessern.

André Wendt, sozialpolitischer Sprecher, kommentiert:

„Die Gesundheitspolitik der CDU ist verlogen. Erst spart die Regierung das Gesundheitswesen in Sachsen kaputt, nun wird ein Positionspapier präsentiert, welches die hausgemachten Probleme lösen soll. Dabei sei erinnert, dass sich die CDU bereits 2014 für mehr Medizinstudienplätze und einen erleichterten Zugang zum Medizinstudium starkmachen wollte. Vier Jahre ist nichts passiert! Jetzt, kurz vor der Wahl, will die CDU nach einem MDR-Pressebericht ‚den Ausbau "arztentlastender Dienste" mit einem Modellstudiengang "Physician Assistant" prüfen und "ambulante Servicezentren" erproben, in denen sich Assistenten ohne Arzttitel um Patienten kümmern.‘

Um den ländlichen Raum nicht weiter zu vernachlässigen, haben wir konkrete Maßnahmen vorgetragen und die unhaltbaren Zustände mehrfach im Landtag thematisiert. Kranken- und Geburtenhäuser dürfen nicht weiter geschlossen werden. Anträge unserer Fraktion liegen hierzu bereits vor (Drs. 6/11423 und 6/12896). Des Weiteren muss der ländliche Raum für Ärzte attraktiver werden. Aber auch eine Landarztquote bei der Studienplatzvergabe ist erforderlich, Vorschläge dazu haben wir ebenfalls unterbreitet (Drs. 6/8490), die leider von allen Fraktionen abgelehnt worden sind.

Zudem wollen wir die Berufsausübungswünsche junger Ärzte stärker berücksichtigen. Dies kann über eine Anstellung bei einer Eigeneinrichtung der Kommune oder auch in Eigeneinrichtungen der KVS gewährleistet werden.
Wir betreiben keine Symbolpolitik, sondern bieten zeitnah Lösungsansätze, um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum sicherzustellen.“

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