CDU muss Versagen bei Schulpolitik eingestehen!

Sachsen Kultusminister Piwarz (CDU) äußerte sich in einem Zeitungsinterview zum Lehrermangel in der Oberlausitz und musste bekennen, dass die Region das „Sorgenkind“ ist.

Die bildungspolitische Fraktionssprecherin Karin Wilke erklärt dazu:

„Das Wort ‚Sorgenkind‘ ist die Untertreibung schlechthin und trifft es überhaupt nicht. Wenn Unterrichtsfächer seit mehreren Monaten nicht unterrichtet werden, das Bildungsniveau durch Ausfall sinkt, Lehrer schlichtweg fehlen, dann hat das massive Auswirkungen für die Schüler.
Verantwortlich ist die CDU-Regierung, die seit zehn Jahren das Lehrerproblem in Sachsen ignoriert hat. Niemand von der CDU kann behaupten, er hätte nicht gewusst, wie sich die Schülerzahlen entwickeln werden. Auch die Altersabgänge der Lehrer waren und sind bekannt.
Herr Piwarz muss kleinlaut im Interview zugeben, dass das Lehrerproblem in zwei bis drei Jahren geringer, aber erst in 10 Jahren gelöst sei. Was ist das für eine Aussicht für die Kinder und Eltern? Der schulische Bereich im ländlichen Raum wurde sträflich vernachlässigt.
Im Raum Oberlausitz/ Bautzen konnten von 92 freien Lehrerstellen nur 75 Plätze besetzt werden. Dabei wurden 60 Seiteneinsteiger als neue Lehrer eingestellt. Noch dramatischer ist das Verhältnis an den Oberschulen in der Oberlausitz. Hier konnten nur 2 grundständig ausgebildete Lehrer für 30 freie Stellen angestellt werden, d.h. 96 Prozent sind Seiteneinsteiger!
Die CDU hat total versagt und kann das Problem auch mit der Lehrerverbeamtung nicht schön reden. Die Unfähigkeit der CDU-Politiker wird auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen, denn sie sind die Leidtragenden.“

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