CDU und AfD-Fraktion laden bekannte Gender-Gegner als Sachverständige in den Landtag

Im Sozialausschuss des Sächsischen Landtages fand eine Anhörung zum Thema „Akzeptanz der Vielfalt von Lebensweisen“ auf Initiative der Partei „Die Linke“ statt. Die CDU hatte als Expertin dazu die Gender-Kritikerin und Buchautorin Birgit Kelle („Dann mach doch die Bluse zu“) eingeladen. Für die AfD-Fraktion argumentierte die Autorin Bettina Röhl (Gender-Mainstreaming ist „geistige Brandstiftung“).

Dazu erklärt die Landtagsabgeordnete, Andrea Kersten, Mitglied des Sozialausschusses:

„Beide Sachverständige legten auf ähnlich sachlicher Ebene den Unterschied von Toleranz und Akzeptanz bei dieser, von der Linken beantragten Debatte dar. Toleranz bedeutet, etwas zu dulden, das man möglicherweise auch nicht mag. Akzeptanz dagegen heißt etwas anzunehmen oder anzuerkennen. Das wiederum lässt sich nicht verordnen. Aber genau dieses Meinungsdiktat versuchen die Linken mit ihrem Antrag ‚Aktionsplan zur Akzeptanz‘ durchzusetzen.

Die Auswahl der Sachverständigen Kelle durch die CDU lässt vermuten, dass dieser so genannte Aktionsplan – obwohl er im Koalitionsvertrag von SPD und CDU steht - nur widerwillig von großen Teilen der CDU-Fraktion und erst Recht von der konservativen Basis der Partei gutgeheißen wird. Sehr zum Ärger der Linken, die bereits per öffentlicher Erklärung auf die Auswahl beider Parteien in puncto Sachverständigen verwiesen und dabei erneut mit ihren Lieblings-Adjektiven „rechtskonservativ“ und „homophob“ hausieren gingen.“

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