Drogenverkauf an und vor Sachsens Schulen - Ministerium und Statistik-Behörde ahnungslos

Der schulpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Uwe Wurlitzer, wollte über eine Kleine Anfrage an Sachsens Kultusministerin Kurth (CDU) u.a. in Erfahrung bringen, wie viele Drogen bei Kindern an Sachsens Schulen gefunden wurden, aufgeschlüsselt nach Drogenart, Menge, Ort und Zeitraum. Dazu die Gesamtmenge an Drogenfunden und Verkäufen in den vergangenen zehn Jahren. Auch vor dem Hintergrund, dass durch den Wegfall der Grenzkontrollen zu Tschechien und Polen laut Polizei immer mehr Drogen nach Sachsen geschmuggelt werden. Auf beide Fragen konnte das Ministerium allerdings keine Antwort geben, weil es angeblich keine Datenbank dazu gäbe oder „Tatörtlichkeiten“ nicht „differenziert“ statistisch erfasst würden.

Dazu erklärt Uwe Wurlitzer:

„Schulen geraten zunehmend in das Visier von Drogenhändlern. Es besteht dringender Handlungsbedarf dagegen vorzugehen. Dafür ist es aber nötig, genaue Zahlen und Schwerpunktorte des Drogenkonsums und –verkaufs zu kennen. Es ist mitnichten nachvollziehbar, dass der Freistaat Sachsen ein Statistisches Landesamt unterhält, dass zwar beispielsweise akribisch erfasst, dass männliche Schulanfänger mit 7,4 Prozent öfter bei der Einschulung zurückgestellt werden als weibliche mit 4,5 Prozent, aber nicht in der Lage ist Prioritäten zu setzen.

Gesundheitliche Gefährdung von Kindern, die an Schulen Drogen konsumieren, weil skrupellose Händler Geschäfte mit ihnen machen, ist nun wirklich wichtiger, als den Nachweis zu führen, dass Mädchen eher eingeschult werden als Jungs. Ministerium und Statistikamt haben hier komplett versagt!“

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