Fehlgeleitete Asylpolitik am Beispiel Großröhrsdorf

Es begann mit einem Handzettel von Lehrern an der Schule neben einer Turnhalle in Großröhrsdorf (Kreis Bautzen). Die ist nun, wie geplant, zur Asylunterkunft für 17 Tunesier umgewidmet.  Per Zettel wurden die Eltern im Vorfeld aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass nach Ankunft der Nordafrikaner die Schüler lange Kleidung anlegen, langes Haar nicht offen getragen und möglichst keine Haut gezeigt werden soll. Die möglicherweise zur Religionsgemeinschaft des Islam gehörende Gruppierung sollte quasi nicht mit den hier traditionellen Lebensgewohnheiten behelligt werden. Kulturelle Selbstaufgabe als Schulprogramm. Und so ging es dann weiter: Die Tunesier kamen vor wenigen Tagen an. Innerhalb von 48 Stunden musste viermal Polizei und Feuerwehr anrücken. Ein junger Deutscher (23) wurde vor dem Heim verletzt, laut Lokalpresse mit einem Messer. Es gab Brandstiftung, Selbstverletzung eines Tunesiers, in der Halle wurde randaliert, ein Alkoholexzess inklusive Krankenhaus-Aufenthalt. Die Polizei ermittelt und den Großröhrsdorfern schwoll der Kamm. Sie drohten mit Aufstand. U.a. auch deswegen, weil die Turnhalle von ihnen aus angeblich bautechnischen Gründen nicht mehr für sportliche Zwecke genutzt werden durfte. Als Asylheim aber schon, von dem aus es nun zu oben genannten Vorfällen kam. Der CDU-Landrat, mit den Problemen von der Regierung in Berlin allein gelassen, zog die Notbremse und will das „Heim“ bis Weihnachten schließen. Die Tunesier werden in andere Quartiere gebracht. Ursprünglich sollten in Großröhrsdorf 50 Asylanten unterkommen. Das dürfte vom Tisch sein. AfD-Innenexperte, der Landtagsabgeordnete Sebastian Wippel, dazu: „Dabei handelt es sich um eine Scheinlösung für den Moment. Sicherlich darf man diese Vorfälle nicht verallgemeinern, aber diese Asylanträge sollten schleunigst bearbeitet und bei Ablehnung die Abschiebung schnellstmöglich vollzogen werden.“  

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