Gebühren bei Bargeldabhebung – Gesetzgeber muss handeln!

Verbraucherschützer ziehen gegen Kreditinstitute wegen Gebühren für das Geldabheben am Automaten vor Gericht. Die Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) hat klare Belege dafür, dass drei Banken und Sparkassen ihre Kunden nicht auf die Extragebühren hinweisen, sobald sie Bargeld abheben. Wie Kay Görner von der VZS der DPA sagte, laufe vor dem Landgericht Halle bereits ein Verfahren gegen eine Berliner Genossenschaftsbank.

Dazu erklärt Carsten Hütter, verbraucherpolitischer Sprecher der sächsischen AfD-Fraktion:

„Es nützt nichts, wenn sich Banken und Sparkassen aus der verursachten Misere herauszureden versuchen. Egal, ob die Gebühren erst ab fünf Abhebungen im Monat oder nur bei bestimmten Konto-Arten greifen – die Institute haben mit der Einführung dieser Zusatzgebühren die Tür zu weiteren, ‚kreativen‘ Gebührenmodellen weit geöffnet. Demnächst muss der Bankkunde vielleicht noch den Druck seines Kontoauszuges oder das völlig unverbindliche Beratungsgespräch bezahlen.

Die Zinsflaute setzt Banken und Sparkassen zwar zunehmend unter Druck. Ihre Wirtschaftlichkeit aber durch die Schröpfung der teilweise jahrzehntelang gewachsenen, älteren Kundschaft aufzubessern, kann nicht Sinn der Sache sein. Die Politik sollte schnellstens dafür sorgen, dass das Erheben von zusätzlichen Entgelten nicht in einer Endlosspirale endet.“

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