Geplante „Prepper“-Beobachtung wird parlamentarisches Thema für AfD-Fraktion

„Innenminister wollen offenbar Prepper-Szene beobachten lassen“ titelt aktuell der Deutschlandfunk und mehrere andere Medien. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland vor der Innenministerkonferenz in Leipzig berichtet, wird dieser Antrag von Union und SPD gemeinsam unterstützt. Ähnlich wie bei den Reichsbürgern wollten die Innenminister in Erfahrung bringen, inwieweit die Prepper-Szene zur Radikalisierung neigt. Der Begriff Prepper ist vom englischen "to be prepared" (vorbereitet sein) abgeleitet. Sie konzentrieren sich bei ihrem "Vorbereitetsein" vor allem auf Weltuntergangsszenarien, Naturkatastrophen, Stromausfälle oder ähnliches und legen entsprechend Vorräte an, um sich möglichst lange autark versorgen zu können.

Dazu erklärt der sicherheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Carsten Hütter:

„Man stellt sich wirklich langsam die Frage, wer in der Landes- und Bundesregierung Gefährdungsprioritäten für das deutsche Volk festlegt. Während tausende nicht registrierte Islamisten, darunter auch IS-Terroristen, unerkannt durch Deutschland marodieren, sollen nun ein paar Konserven- und Taschenlampen-Sammler vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Angeblich hätten diese Schnittmengen mit Reichsbürgern und würden sich untereinander vernetzen.

Sicherlich gibt es darunter auch den einen oder anderen Verrückten. Die Frage ist aber doch auch, wie sollen so genannte ‚Prepper‘ ausfindig gemacht werden? Durch Kontrolleure an der Supermarkt-Kasse? Und ab wann ist man eigentlich ‚Prepper‘? Ab vier oder fünf Konservendosen auf dem Kassenband? Wird es unangemeldete Keller- oder Kammerkontrollen in Wohnungen geben, bei denen Bürger ihre Vorräte zeigen sollen?

Ganz davon abgesehen, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe öffentlich selbst dazu rät, einen Vorrat an Lebensmitteln und Getränken für zwei Wochen anzulegen und dazu u.a. die Anschaffung von Campingkochern favorisiert, ist es Auffassung der AfD-Fraktion, dass es drängendere, sicherheitspolitische Probleme in Sachsen und ganz Deutschland gibt. Die AfD-Fraktion wird dieses Thema per Kleiner Anfrage in die parlamentarische Arbeit aufnehmen.“

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