„Import“ von Pflegekräften keine Lösung für die Zukunft

Der AfD-Landtagsabgeordneter, André Wendt, besuchte jetzt das 5. Demografische Forum der Dresdner Uniklinik Carl-Gustav-Carus und Heinrich-Schütz-Residenz Dresden.

Thema der Veranstaltung: Pflegekräftemangel – Wer pflegt uns im Alter?

Verschiedenen Modellrechnungen und Studien zufolge,  benötigt Sachsen bis zum Jahre 2030 mindestens 20.000 neue Beschäftigte im Bereich der Pflege.

Deutschlandweit soll die Zahl dann bei 500.000 fehlenden Pflegekräften liegen.

Da bereits heute sehr viele Stellen unbesetzt bleiben und damit die Pflegebedürftigen die Leidtragenden sind, muss schnellstmöglich und zukunftsweisend gehandelt werden.

Deutlich wurde auf der Veranstaltung auch,  dass der „Import“ von Pflegekräften dieses Problem nicht löst und in vielerlei Hinsicht problematisch ist. So spielen zum einen ethische Gründe sowie die sprachlichen Barrieren und die Qualifikation eine große Rolle, zumal der Pflegebedarf und der daraus resultierende Bedarf an Pflegekräften in anderen europäischen Ländern ein ebenso großes Thema darstellt und darstellen wird.

Die Lösungsansätze, welche an diesem Abend gemacht wurden, waren sehr vielschichtig. Die Vorschläge der vortragenden Experten deckten sich nicht immer, dies unterstreicht, dass die Problematik sehr komplex ist und hier eine effektive Zusammenarbeit aller betroffenen Stellen unbedingt notwendig ist.

Fakt ist, dass der Pflegeberuf nicht attraktiv genug ist. Weiterhin ist festzustellen, dass im Bereich der Pflegekräfte bundesweit der  höchste Krankenstand zu verzeichnen ist, was unter anderem auf die hohe psychische und physische Belastung zurückzuführen ist. Die Pflegeschlüssel orientieren sich zudem nicht am tatsächlichen Bedarf und sind für diese Misere ebenso verantwortlich.

Hier müssen effektive und zukunftsorientierte Lösungen gefunden werden!

Dazu gehört eine leistungsgerechte Bezahlung, um die Attraktivität der Pflegeberufe zu erhöhen und die Fluktuation in andere Berufe und in die westdeutschen Bundesländer zu stoppen. Weiterhin müssen die Arbeitsbedingungen verbessert und die Familienfreundlichkeit signifikant erhöht werden. Die Aus- und Weiterbildungen müssen vorangetrieben und Karrierechancen gefördert werden.

AfD-Politiker André Wendt merkt dazu an: „Es  bräuchte auch eine Medienoffensive, die öffentlichkeitswirksam diese bedeutsame Arbeit thematisiert und der Gesellschaft zeigt, was Pflege leistet und vor welchen Herausforderungen wir zukünftig stehen werden. Hier müssen  alle Verantwortlichen an einen Tisch geholt und die Scheuklappen abgeworfen werden. Jetzt müssen die Weichen gestellt werden, denn letztendlich kann es jeden von uns treffen.“

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