Kein Ablass-Handel mit falschen Abgas-Angaben!

Der VW-Konzern ist Großsponsor des Evangelischen Kirchentags in Berlin und Wittenberg. Erwartet werden vom 24. bis 28. Mai 140.000 Besucher in Berlin. Zum Abschlussgottesdienst in Wittenberg sollen bis zu 200.000 Menschen kommen. Das Fest steht im Zeichen von 500 Jahren Reformation. Im Jahr 1517 schlug Martin Luther 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Wittenberger Schlosskirche.

Dazu erklärt der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion und Sachsens Generalsekretär, Uwe Wurlitzer: 

„Ausgerechnet dieser Konzern, der Millionen Kunden weltweit mit gefälschten Abgas-Daten über den Löffel balbierte, ist nun Hauptsponsor des Evangelischen Kirchentags! Dieser Ablasshandel zwischen  Kirche und einem imagemäßig am Boden liegenden Unternehmen, stinkt wie Rußpartikel zum Himmel.

Oberpeinlich ist zudem, dass das Ende des Ablasshandels vor 500 Jahren mit der Quasi-Rückkehr des indirekten Ablasshandels durch die gleiche Kirche begangen wird, die ursprünglich die Revolution gegen den  Abkauf von Sünden auf ihre Fahnen schrieb. So verspielt man nicht nur ein wichtiges Erbe, sondern auch das Vertrauen gegenüber der evangelischen Kirche als Institution, die demonstrativ keine Gelegenheit auslässt, Andersdenkende mit Verbal-Attacken zu schurigeln!

Dass obendrein der Steuerzahler den Mammutanteil des 23 Millionen Euro teuren Kirchentages zu schultern hat – die Kirche finanziert gerade einmal drei Millionen selbst - ist unverständlich. Rund 70 Prozent der Sachsen sind Atheisten. Wer große Feste bestellt und ausrichtet, sollte diese auch selbst finanzieren. Das gilt nicht nur für die Kirche, sondern auch für jeden anderen Interessenverband wie Gewerkschaften und Vereine.“     

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