Kein Import von billigen Lohnpflegern

Nach einem Bericht der SZ sollen zukünftig Albaner die fehlenden Pflegekräfte in Sachsen ersetzen. Bis 2030 werden 17.000 Fachkräfte fehlen.
 
Dazu kommentiert Silke Grimm, AfD-Abgeordnete aus der Oberlausitz:
 
„Wenn bis 2030 wirklich 17.000 Vollzeitstellen neu zu besetzen sind, dann kann der Import von billigen Lohnpflegern aus Albanien und dem Kosovo keine ernsthafte Lösung sein.

Ein erster Schritt wäre eine bessere Bezahlung von hiesigen Pflegekräften. Das würde einen wirtschaftlichen Anreiz für Arbeitnehmer schaffen und den Berufsstand aufwerten. Fachkräfte in der Altenpflege verdienen etwa in Bayern rund 1.000 Euro brutto mehr, bei Hilfskräften in der Krankenpflege sind es gut 700 Euro. Dieser Lohnunterschied muss aufgehoben werden.
 
Familienangehörige, die daheim pflegen, sollten ebenfalls finanziell besser ausgestattet werden. Die Diskrepanz zwischen Bezahlung und Kosten im Pflegeheim und daheim ist zu groß. Ein Pflegeheimplatz kostet rund 3000 bis 4000 Euro im Monat und damit das Dreifache der Kosten wie die Pflege zu Hause. Jede häusliche Pflege ist familiärer und günstiger als im Pflegeheim und entlastet die angespannte Situation in den Heimen.
 
Die AfD-Fraktion fordert, dass Angehörige besser unterstützt werden, wenn sie ihre Familienmitglieder daheim im gewohnten Umfeld pflegen. Dazu gehört in erster Linie eine deutliche finanzielle Verbesserung.“

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