Lehrer sind durch Tablets nicht ersetzbar!

Uwe Wurlitzer, schulpolitischer Sprecher und parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion, erklärt zum Antrag der Fraktionen CDU und SPD, „Digitale Entwicklung in der Schule fördern“:

„Die Regierungskoalition muss sich schon entscheiden, was ihr wichtiger ist: Vor jeder Klasse ein Lehrer oder in jeder Hand ein Tablet? Der Antrag ist unausgegoren. Schon die geforderten Mindestübertragungsraten von 100 Mbit pro Sekunde reduzieren sich bei einer Klassenstäre von 28 Schülern auf 3,5 Mbit pro Sekunde – viel zu wenig, um anspruchsvolle Anwendungen problemlos darstellen zu können. Für echten, hindernisfreien digitalen Unterricht wären mindestens 500 Mbit nötig. In Teilen Sachsens gibt es noch nicht einmal ausreichend DSL-Anschlüsse; selbst im Plenarsaal des Landtages haben wir keine stabile und ausreichend große Internetanbindung. Und da sprechen CDU und SPD von größeren Bandbreiten, schnellerer Digitalisierung? Ein Hohn!

Ohnehin wäre es wohl wichtiger, die tatsächlichen Probleme im Schulbetrieb anzupacken: Unterrichtsausfall beseitigen, neue Lehrer einstellen, Schulgebäude sanieren. Erst wenn diese Baustellen beseitigt sind, und nur dann, können wir uns gerne noch einmal über digitalen Unterricht unterhalten.

Bis dahin bleibt die AfD-Fraktion dabei: Elektronisches Spielzeug ersetzt keinen Lehrer und hilft auch nicht gegen ausgefallene Schulstunden. Deshalb lehnen wir den Antrag ab!“

Diese Seite verwendet Cookies.