Lehrermangel in Sachsen: Arbeitskreis-Wischiwaschi statt konkreter Maßnahmen

Zum Scheitern der Kabinettssondersitzung am Sonntagabend zum geplanten Hilfspaket für Sachsens Schulen erklärt AfD-Landtagsabgeordnete und Mitglied des Schulausschusses, Andrea Kersten:

„In Sachsen wird die Bildungspolitik scheinbar nicht mehr vom Kultus-, sondern vom Finanzministerium gemacht. Anders kann man sich nicht erklären, dass es mittlerweile bereits elf Verhandlungsrunden gab, in denen nur heiße Luft produziert wurde. Anstatt endlich konkrete Maßnahmen zu beschließen und den Lehrerberuf damit wieder deutlich aufzuwerten, verschieben CDU und SPD das Problem lieber in Arbeitskreise. Währenddessen spitzt sich die Lage in den Schulen immer weiter zu und auch die in Seiteneinsteiger gesetzte große Hoffnung wird sich irgendwann zerschlagen.

Wir fordern sofort bessere Rahmenbedingungen für Sachsens Lehrer: dazu gehören eine höhere Vergütung, eine intensive Betreuung und verpflichtende berufsbegleitende Qualifizierung von Seiteneinsteigern sowie die Aussetzung von Abordnungen. Auch um in Sachsen studierende Lehramtsstudenten muss sich der Freistaat frühzeitig, also noch vor Beginn des Referendariats, intensiver bemühen, um diese für eine Tätigkeit in Sachsen zu halten. Entsprechende Forderungen  hatte unsere Fraktion bereits in einem Antrag (Drucksache 6/5135) formuliert.

Unser Bundesland liegt im bundesweiten Vergleich der Lehrerbezahlung weit abgeschlagen auf dem letzten Platz, hunderte Lehrer arbeiten in Sachsens Behörden, statt vor Klassen zu stehen und immer mehr motivierte Junglehrer sehen ihre Chancen lieber in anderen Bundesländern, als im Freistaat ihre Bildungsträume zu begraben. Sachsen verkommt mehr und mehr zum Entwicklungsland in Sachen Bildung!"  

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