Lehrermangel: Tillich spielt sich als Kämpfer dagegen auf, nachdem er ihn verursacht hat

Ministerpräsident Tillich unterstützt nun auch seinen neuen parteilosen Kultusminister, Haubitz, in Sachen Lehrer-Verbeamtung. „Die Verbeamtung ist eine Option, über die man mindestens offen diskutieren muss. Das ist kein Tabu,“ erklärte Tillich in der „Freien Presse“.

Karin Wilke, bildungspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion kommentiert:

„Tillichs Worte wirken auf mich wie der Abgang eines Feiglings. Kurz bevor er das sinkende Schiff verlässt, nimmt er noch einmal all seinen Mut zusammen und fordert, den jahrelangen Lehrermangel endlich effektiv zu bekämpfen.

Dabei ist es Tillich selbst, der das Chaos an sächsischen Schulen zu verantworten hat. Mehrere seiner CDU-Kollegen die rechnen können, haben den scheidenden Ministerpräsidenten frühzeitig auf steigende Geburtenzahlen hingewiesen und dringend die verstärkte Neueinstellung von Lehrern gefordert. Allein Tillich zeigte sich beratungsresistent und hat erst CDU-Kultusminister Wöller, dann seinen bildungspolitischen Sprecher Colditz und zu guter Letzt Kultusministerin Kurth in die Flucht geschlagen. Nun den großen Kämpfer gegen Lehrermangel zu mimen, wird ihm in Sachsen keiner abnehmen.“

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