Murks beim Mindeslohn

Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt zeigte sich auf der Agrarministerkonferenz in Bad Homburg besorgt über die Bürokratie im Zusammenhang mit der Umsetzung des Mindestlohngesetzes. "Die Aufzeichnungspflichten für Saisonarbeitskräfte und mitarbeitende Familienangehörige, die mit einem Arbeitsvertrag beschäftigt sind, müssen auf den Prüfstand", so Schmidt. Es geht nicht um die Abschaffung des Mindestlohns. Ziel müsse es aber sein, die Beschäftigten in der Landwirtschaft angemessen zu entlohnen und gleichzeitig die derzeit bestehenden Aufzeichnungspflichten den Besonderheiten des Agrarsektors anzupassen.

Carsten Hütter, AfD-Landtagsabgeordneter aus dem Erzgebirgskreis und sächsischer Vize-Chef der ´Alternative für Deutschland´: "Es freut mich immer wieder, wenn Politiker anderer Parteien Forderungen der AfD übernehmen, und sich so in den Dienst der guten Sache stellen. So war es mit unserem Einwanderungskonzept nach kanadischem Vorbild, das die SPD als das ihre vorstellte. So war es mit der Forderung, die Schreibschrift weiter zu lehren, die von Sachsens Kultusministerin übernommen wurde. Die CDU im Erzgebirge hat von uns geklaut, dass an den Grenzen stärkere Kontrollen durchgeführt werden und Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern schneller möglich sein sollen. Jetzt also der Herr CDU-Minister Schmidt, der die Bürokratisierung durch den Mindestlohn anprangert, was wir schon lange tun. Erst gestern habe ich dazu eine Erklärung abgegeben. Herr Minister, meine Hochachtung. Sie stellen sich offen gegen den von ihrer Partei eingeführten Murks beim Mindestlohn. Wenn sie noch erwähnen würden, dass sie damit die Position der AfD vertreten, würden sie mich völlig glücklich machen.

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