Naturschutz in Sachsen: Ohne Ehrenamt geht es nicht

In der Debatte zum Antrag von CDU, SPD und Grünen, „Umsetzungskonzept sächsischer Naturschutzstationen“ erklärte der umweltpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jörg Urban:


„Die Förderung des Naturschutzes ist wichtig. Es freut mich, dass gerade der Punkt Umweltbildung eines der Mindestkriterien für staatlich geförderte Naturschutzstationen ist. Wir haben in unserer Gesellschaft große Wissensdefizite beim verantwortungsvollen Umgang mit der Natur- es gibt keine lila Kühe und auch Bienen stechen nicht nur, sondern sie sind wichtig für eine Vielzahl unserer Nahrungspflanzen. Die Umweltbildung muss daher, auch mithilfe der Naturschutzstationen verstärkt in unserer Grundschulen und Kindergärten hineingetragen werden.


Nichtsdestotrotz sehen wir Defizite im Antrag. Unverständlich bleibt, warum die Ergebnisse der Ehrenamtsstudie des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft nicht beachtet wurden. Der Naturschutz in Sachsen fußt maßgeblich auf dem hohen Engagement vieler Ehrenamtlicher. Wieso wird die Nachwuchsgewinnung für Ehrenämter nicht zu den Mindestkriterien von Naturschutzstationen zugeordnet? Ohne Ehrenamt ist der Naturschutz in Sachsen nicht leistbar. Nachwuchsgewinnung ist deshalb ein elementarer Bestandteil der Naturschutzarbeit und sollte zwingend von jeder Naturschutzstation geleistet werden.


Wir bemängeln auch, dass der Antrag keine regelmäßige Berichterstattung über die Arbeit der Naturschutzstationen vorsieht. Diese Berichterstattung dient nicht nur der Transparenz gegenüber den Steuerzahlern, sondern sie erleichtert auch künftigen Haushaltsverhandlungen über die Unterstützung der Naturschutzstation.
Unser Änderungsantrag, der diese Punkte korrigiert hätte, wurde in allen Punkten von den Altparteien abgelehnt.“

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