Neue BKA-Stellen: AfD-Fraktion befürchtet Aderlass bei lokalen Behörden

Das Bundeskriminalamt (BKA) plant für seinen Hauptsitz in Wiesbaden die Einstellung von 1.000 neuen Mitarbeitern. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Bereits in diesem Jahr sollen 826 neue Stellen für die Terrorabwehr geschaffen werden.

Uwe Wurlitzer, parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion und Sachsens Generalsekretär, erklärt dazu:

„Wir begrüßen die Einstellung neuer Mitarbeiter, die in der Abwehr des Terrorismus arbeiten sollen, ausdrücklich. Etwas unklar bleibt jedoch, woher so schnell diese Anzahl erreicht werden wird. Schon die 826 Stellen dieses Jahr sind eine ordentliche Hausnummer. Sie müssten in langwierigen Tests aus der breiten Masse ausgesiebt werden und eine spezielle, lange Ausbildung durchlaufen. Bis sie also tatsächlich voll einsetzbar sind und sich um Terrorprävention kümmern können, werden einige Jahre vergehen.

Es ist also davon auszugehen, dass sich das BKA bei den lokalen Behörden wie den Landeskriminalämtern ‚bedienen‘ wird, um schnell geeignetes Personal zur Verfügung zu haben. Damit würde man allerdings eine neue Baustelle öffnen, um eine vorhandene zu schließen. Gerade auch die untergeordneten Behörden auf Landesebene aber müssen personell eng besetzt sein, um der gewachsenen Bedrohung durch politische und religiöse Extremisten Herr zu werden. Es wäre ein fatales Signal, auf Länderebene auszudünnen und den Bürgern damit das Gefühl zu geben, ihre Sicherheit hätte nur nachrangige Bedeutung.“

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