Notärzte-Mangel – CDU schaut zu

In Sachsen fehlen immer mehr Notärzte. Im vergangenen Jahr konnten 1666 Notarztschichten vor allem im ländlichen Raum nicht besetzt werden. 20 Prozent der Rettungseinsätze hielten die vorgegebene Zeit nicht ein.

Andre Wendt, sozialpolitischer Sprecher, erklärt:

„Der Ärztemangel macht auch vor Notärzten nicht Halt. Das Problem, gerade im ländlichen Raum, ist seit Jahren bekannt und wird sich noch weiter verschärfen, wenn die CDU-SPD-Regierung nicht endlich gegengesteuert. Notärzte haben hohe Doppelbelastungen. Neben einer Klinik oder Praxistätigkeit fahren sie Notarzteinsätze. Damit endlich auch wieder alle Notarztdienste besetzt werden können, braucht es schlichtweg wieder mehr Ärzte – vor allem in ländlichen Regionen – um die Belastung auf mehr Schultern verteilen zu können. Die AfD-Fraktion hat zur Gewinnung von Landärzten bereits umfangreiche Initiativen vorgelegt.

Wir brachten bereits im letzten Jahr einen Antrag zur Einführung einer Landarztquote bei der Studienbewerberauswahl in den Landtag ein (Drs. 6/8490). Im Gegenzug für eine bevorzugte Studienplatzvergabe, müssen sich Bewerber für das Praktizieren in unterversorgten Regionen verpflichten.

Unser Konzept sieht weiterhin vor, dass die ärztliche Tätigkeit attraktiver wird. Wir wollen stärker die Berufsausübungswünsche junger Ärzte berücksichtigen und ermöglichen. Dies kann über eine Anstellung bei einer Eigeneinrichtung der Kommune oder auch in Eigeneinrichtungen der KVS gewährleistet werden. Aber auch mobile ärztliche Tätigkeiten müssen ermöglicht und flexible Arbeitsmodelle fokussiert werden. Hierzu möchten wir die entsprechenden rechtlichen Voraussetzungen schärfen und Zuschüsse aus Landesmitteln für die technische Erstausstattung von Eigeneinrichtungen der Kommunen bereitstellen.“

Diese Seite verwendet Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung