Polizisten und Polizei-Posten, statt Protzmaschinen von Pleite-Produzenten!

Sachsens CDU-Innenminister Ulbig übergab am Freitag unter Pressebeteiligung vier Motorräder der US-Marke „Victory“ zum Gesamtpreis von 200.000 Euro an Sachsens Polizei. Nun berichten mehrere Medien übereinstimmend, dass diese Motorradfirma nicht mehr produziert, weil der Mutterkonzern „Polaris“ die Produktion bereits Anfang des Jahres auf Eis legte.

Dazu erklärt der Sprecher für den ländlichen Raum der AfD-Fraktion, Gunter Wild aus dem Vogtland:

„Dass die Übergabe der amerikanischen ‚Asphaltkreuzer‘ ausgerechnet auf dem Gelände des 2013 gescheiterten Motorradwerkes Zschopau stattfand, ist ein Hohn gegenüber den entlassenen Motorrad-Werkern. Der MZ-Niedergang ist symbolisch für die verfehlte Wirtschaftspolitik des Freistaates Sachsen, wenn es um den Erhalt traditioneller Ostbetriebe geht.

Eines dieser neuen US-Motorräder kostet knapp 50.000 Euro Steuergelder. Auch wenn das Mutterunternehmen ‚Polaris Industries‘ aus dem US-Staat Minnesota für die nächsten zehn Jahre die Ersatzteilbeschaffung verspricht, heißt das nicht, dass so viel Geld für lediglich vier Motorräder gerechtfertigt ist.

Überall in den ländlichen Regionen Sachsens sind Polizeiposten zeitlich und personell lediglich noch spärlich besetzt. Dienstwagen sind veraltet, an allen Ecken und Enden fehlt Personal. Fehlende Polizeipräsenz lässt sich nicht durch rollende Motorrad-Prestige-Objekte im Cruiser-Stil ersetzen!“

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