Qualifizierte Asylbewerber - seltener als Gold!

Die Bundesagentur für Arbeit berichtet in einer Statistik mit dem verquasten Titel „Personen im Kontext von Fluchtmigration“, dass die Chance für Asylbegehrende aus den Hauptherkunftsländern im nächsten Monat eine Arbeit zu finden, gerade bei 3,4 Prozent liegt. Dieses erschreckende Ergebnis bestätigt sich auch für den Freistaat Sachsen, wie die Auswertung der kleinen Anfrage der AfD-Fraktion (Drs. 6/11941) ergeben hat.
So konnten im Jahr 2017 im Freistaat Sachsen im Schnitt rund 205 Asylbewerber (Kontext von Fluchtimmigration) im Monat in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Die durchschnittliche Arbeitslosenzahl dieser Personengruppe lag dabei bei 6.616 Personen im Jahr 2017, wenn man den offiziellen Statistiken trauen darf.

Mario Beger, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, kommentiert:

„Die Arbeitslosenstatistiken sind schwer verfälscht. Ein Blick ins Sozialgesetzbuch zeigt, woran das liegt. Dort heißt es dann: „An Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik Teilnehmende gelten als nicht arbeitslos.“ Wenn man sich die Anzahl der Maßnahmen und deren Teilnehmerzahlen anschaut, (Drs. 6/11941) dann wird schnell klar, dass ein erheblicher Teil der Menschen ohne Arbeit in Maßnahmen festhängt und gar nicht in die Statistik fällt.
Folglich sind die ohnehin nicht besonders rühmlichen Ergebnisse der Arbeitsmarktberichte noch schön gefärbt. Denn eins lässt sich nicht verheimlichen: 96 Prozent der Flüchtlinge werden im nächsten Monat nicht in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.“

 

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