Rentner brauchen keine Verbraucherberatung, sondern vor allem Gesundheit, Wohnraum und Sicherheit

Zum Antrag der CDU/SPD-Fraktionen über „Verbraucherberatung und Verbraucherbildung für ältere und hochaltrige Menschen im Freistaat Sachsen“ erklärt Andre Wendt, Vorsitzender des Ausschusses für Soziales und Verbraucherschutz, Gleichstellung und Integration:

„Wir lehnen ihren Antrag ab. Denn damit versuchen sie offensichtlich nur, Rentner zum festen Bestandteil ihres Wahlvolkes zu machen. Doch ihr Antrag lässt jede Tiefe vermissen. Sie liefern weder eine stichhaltige Begründung dafür, noch können sie sagen, was sie unter ‚besonderen Bedürfnissen im Alter verstehen‘. Zudem haben sie entgegen wissenschaftlicher Studien ein negatives Altersbild. Demnach braucht ihrer Ansicht nach ein älterer und hochaltriger Mensch nur Pflege und Vormundschaft und ist eben kein mündiger Bürger, der sich sein eigenes Urteil bilden kann. Nicht zuletzt aber gehen sie die wirklichen Fragen gar nicht an: Gesundheit, Pflege, Wohnsituation, Sicherheit (etwa vor Betrug) – das sind die entscheidenden Probleme, mit denen sich ältere und alte Menschen herumschlagen müssen. Sie sollten noch einmal einen Antrag ausarbeiten und vorlegen. Aber vorher notwendige Akteure wie Polizei, Seniorenverbände oder ähnliche konsultiert haben.“

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