Rückgang der Übernachtungszahlen in Dresden für 2015 durch Agitation gegen Demonstranten

Zahlreichen Medienberichten zufolge sollen durch die PEGIDA-Demonstrationen im Jahr 2015 der Fremdenverkehr und die Übernachtungszahlen in Dresden zurückgegangen sein. So verwendet die Geschäftsführerin der „Dresden Marketing GmbH“, Bettina Bunge, den Begriff „PEGIDA-Effekt“, um einen Rückgang von Übernachtungen von 5,1 Prozent im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr zu erklären.  Im gleichen Atemzug wird berichtet, dass auch 2015 ein starkes Jahr mit deutlich mehr als vier Millionen Übernachtungen war, man also einen Rückgang auf ausgesprochen hohem Niveau verzeichnet. Abschrecken würden die „fremdenfeindlichen Äußerungen“, so Bunge.

Dazu erklärt der tourismuspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, Detlev Spangenberg:                                                                           

„Gleichzeitig ist festzustellen, dass trotz der genannten angeblich fremdenfeindlichen Äußerungen ausgerechnet die Zahl von Übernachtungen ausländischer Gäste deutlich anstieg, um mehr als sechs Prozent und das, obwohl sogar durch den Währungsverfall des Rubel und Wirtschaftsschwierigkeiten in Russland der Rückgang von russischen Besuchern außerordentlich stark ist. So ein unattraktives und ausländerfeindliches Bild kann unsere Stadt also doch nicht abgeben.

Es wird gerne der Begriff der Schande verwendet. Als Schande kann man es auch bezeichnen, dass Bürger, die auf Grundlage der Grundrechte friedlich auf die Straße gehen und sich so Gehör verschaffen, nun als Sündenböcke für einen Rückgang von Übernachtungen herhalten müssen.  Und dies nur, weil diese Bürger bestimmten politischen Kreisen unbequem sind und ihr Weltbild angekratzt wird. Schwankungen in den Gästezahlen gab es in der Vergangenheit schon immer. So gab es 2002 und in den Jahren von 2007 und 2008  Rückgänge, ohne dass man den Begriff PEGIDA kannte. Nicht zuletzt sagt Frau Bunge auch, die „kontinuierliche negative Berichterstattung“ sorge für Verunsicherung bei Städtereisenden. Damit deckt sich ihre Aussage mir der von Johannes Lohmeyer, Vorsitzender des Tourismusverbandes Dresden. Er sagte im November 2015: ‚Auch durch die völlig überzogene und tendenziöse Berichterstattung in den Medien‘ habe die Stadt einen massiven Imageschaden erlitten.“

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