Sachsen sehen keine positive Entwicklung im Hochschulbereich

Aus einer repräsentativen Umfrage von „TNS Emnid“ unter den Wahlberechtigten in Sachsen geht hervor, dass lediglich jeder Vierzehnte in der jüngeren Vergangenheit Fortschritte in der Bildung und Ausbildung im Freistaat sehen kann.

Dazu erklärt die hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Dr. Kirsten Muster:

„Das Ergebnis spricht eine klare Sprache: Bildung und Ausbildung werden als das viertgrößte Problem in Sachsen angesehen, nur sieben Prozent der Sachsen sehen in den letzten Jahren Fortschritte in diesem Bereich. Gleichzeitig will man uns aber weismachen, dass die internationalen Standards des Bologna-Prozesses zu einer positiven Entwicklung führen würden. Diese Umfrage zeigt nun erneut, dass dies nur ein Schönreden der Gleichmacherei ist, die damit einhergeht.

Da die Anforderungen für ein Studium deutlich herabgesetzt wurden, ist es zu einem Akademisierungswahn gekommen. Die Anzahl der Studenten erhöht sich, während Betriebe zunehmend über einen Mangel an Auszubildenden klagen. Im vergangenen Jahr blieben über 37.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Studienabbrecher, 2014 waren dies bundesweit 80.000 Studenten.

Die Studienabbrecherquote bei den Bachelorstudiengängen an den deutschen Universitäten war etwa für den Absolventenjahrgang 2010 mit 35 Prozent anderthalb mal so hoch wie bei den Diplom- und Magisterstudiengängen, wo sie lediglich 24 Prozent betrug. Noch deutlicher wurde die Unzulänglichkeit bei den Lehramtsstudiengängen, wo sich die Regelstudienzeit im Schnitt um zwölf Monate verlängerte. Hier kehrte man in Sachsen bereits 2011 zu einem vierjährigen Studium mit Staatsexamen zurück.

Dies alles unterstreicht die Forderung der AfD nach einer Rückabwicklung des Bologna-Modells. Da Hochschulpolitik eine Kernkompetenz der Länder ist, sollten wir in Sachsen schnellstmöglich wieder zum herkömmlichen und praxisnäheren Studium mit Magister- und Diplomabschluss zurückkommen. Bachelor und Master sind nicht hilfreich, sie verzögern und erschweren den Bildungsweg junger Menschen.“

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