Sächsische Landesärztekammer setzt gleiche medizinische Prioritäten wie Gesundheitspolitik der AfD-

Die sächsische Ärzteschaft fordert den Gesetzgeber aktuell und öffentlich mit einer Pressemitteilung dazu auf, zu regeln, dass alle Ärzte mit absolvierter medizinischer Grundausbildung aus Drittstaaten einen Kenntnisstand nachweisen, über den auch Ärzte verfügen, die in Deutschland die medizinische Grundausbildung absolviert haben. Außerdem beschlossen die Delegierten des 28. Sächsischen Ärztetages eine Änderung der Berufsordnung für Ärzte, den Weg für eine alleinige Fernbehandlung frei zu machen. Eine ausschließliche Beratung oder Behandlung über Kommunikationsmedien ist im Einzelfall erlaubt, wenn dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt insbesondere durch die Art und Weise der Befunderhebung, Aufklärung, Beratung und Behandlung sowie Dokumentation gewahrt wird.

Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion und Fraktionsvorstandmitglied, André Wendt:

„Der 28. Sächsische Ärztetag beschließt in diesen beiden Punkten exakt das, was die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag bereits beantragt hat (Drs. 6/13398 und 6/12713). Ein sicherer Patientenschutz kann nur durch die erfolgreiche Teilnahme am medizinischen Staatsexamen im 2. und 3. Abschnitt der „Ärztlichen Prüfung“ sichergestellt werden. Die derzeit im Verfahren zur Erteilung einer Approbation vorgesehene Gleichwertigkeitsprüfung stellt nicht sicher, dass Ärzte aus Drittstaaten über dieselben Kompetenzen wie in Deutschland ausgebildete Ärzte verfügen. Darüber hinaus besteht die Gefahr der Anerkennung von gefälschten Zeugnissen und Gefälligkeitsbescheinigungen.

Die Telemedizin wiederum gewährleistet, dass die medizinische Betreuung auch im ländlichen Raum, der von Ärztemangel geprägt ist, unterstützt werden kann. Zudem ist eine bessere Steuerung von Patientenströmen - v.a. in der Notfallversorgung - möglich. Fortan können sich telefonische Beratungszentren entwickeln, die eine Ersteinschätzung von akuten Problemen vornehmen und Empfehlungen zur Weiterbehandlung aussprechen.“

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