Sächsische Weinberg-Mauern sind Touristenmagnet, Kulturgut und Denkmal zugleich!

Unter der Überschrift „Wie marode sind Sachsens Weinbergmauern“ berichtet die „SZ“ heute darüber, dass gerade 17 Prozent der landschaftsprägenden Bauwerke zwischen Dresden und Meißen saniert sind. Große Teile sind einsturzgefährdet oder bereits marode.

Dazu erklärt der landwirtschafts- und umweltpolitische Sprecher, AfD-Fraktionsvorstandsmitglied, Jörg Urban:

„Allein die Stadt Radebeul besitzt mehr als 130.000 Quadratmeter Weinanbaufläche und ist für den Erhalt von fast 8.200 Quadratmetern Trockenmauern zuständig. Die durchschnittlich kalkulierten Baukosten liegen bei 450 Euro pro Quadratmeter.

Die Finanzierung der Weinbergmauern erfolgt aktuell sachfremd aus Mitteln für den Natur- und Artenschutz. Das dort eingestellte Geld ist viel zu wenig und fehlt wiederum für echten und effizienten Naturschutz.

Der Freistaat Sachsen sollte sich endlich ehrlich und mit ganzem Herzen zum Kulturgut und Touristenmagneten Weinberge bekennen und den Stellenwert mit Trockenmauern neu in der Zuständigkeit ordnen.

Für Denkmäler ist in Sachsen das Innenministerium zuständig. Für Kultur das Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Mit Mitteln dieser Ministerien müsste demzufolge auch die Sanierung der maroden Mauern umgesetzt werden.

Es wird so viel Geld für sinnlose Projekte im Freistaat verschleudert, wie die jährlichen Berichte des Sächsischen Rechnungshofes belegen, dass mit diesen Beträgen die 12,2 Millionen Euro für die Sanierung der Weinbergmauern bezahlt werden könnten. Statt beispielsweise Binnenhäfen in Tschechien zu betreiben und zu finanzieren, sollte sich der Freistaat auf seine eigenen Kultur und Denkmäler konzentrieren.“

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