Sächsischer Flüchtlingsrat verunglimpft AfD-Mitglied öffentlich als „Nazi“. AfD-Fraktion fordert Rücktritt und Streichung öffentlicher Gelder

Bei einer öffentlichen Sitzung des Innenausschusses zum Thema Rassismus im Sächsischen Landtag bezeichnete Ali Moradi, Vorsitzender des „Sächsischen Flüchtlingsrates e.V“, den Leiter des Asylbewerberheimes in Clausnitz indirekt als Nazi. Es gelte zu verhindern, dass Nazis Asylheime leiten, wie in Clausnitz, sagte Moradi sinngemäß.

 

Dazu erklärt der sicherheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Carsten Hütter:

 

„Diese Äußerung ist eine Unverschämtheit. Moradi hat sich dafür weder entschuldigt, noch hat er sie bisher zurückgenommen. Die anderen Fraktionen der Kartellparteien haben bei dieser Sitzung nicht darauf reagiert, was ich als stillschweigende Zustimmung werte. Der Leiter des Heimes in Clausnitz ist AfD-Mitglied und engagiert sich für Ausländer vor Ort und auch in Deutschland. Ihn einen Nazi zu nennen, ist nicht nur falsch, sondern eine schwerwiegende Beleidigung. Zugleich ist es Beweis, wie vorschnell und ungeprüft in linkspopulistischen Milieus mit dem Begriff ‚Nazi‘ agiert wird, um unliebsame Personen zu stigmatisieren. Der Verein Flüchtlingsrat empfängt laut eigener Satzung öffentliche Gelder. Ich fordere die Staatsregierung auf, diese Zuwendungen zu überprüfen und gegebenenfalls einzustellen. Zudem fordere ich Moradi auf, als Vereinsvorsitzender zurückzutreten. Er hat der Asylpolitik des Freistaates extrem geschadet und die bereits angespannte Atmosphäre weiter angeheizt.“

  


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