Schulstundenausfall – wollen Sie Sachsen zum Bildungskellerkind machen, Frau Kurth?

Die Anzahl der ausgefallenen Schulstunden ist im laufenden Schuljahr dramatisch angestiegen. Im ersten Halbjahr 2016/2017 entfielen in allen Schularten insgesamt 4,6 Prozent der geplanten Stunden – im Vorjahr waren es 3,6 Prozent. Die Spitzenwerte liegen bei 12-16 Prozent außerplanmäßigem Unterrichtsausfall.

Dazu erklärt AfD-Fraktionsmitglied Andrea Kersten, Mitglied im Schulausschuss:

„In Sachsen sind im letzten Schulhalbjahr tausende Unterrichtsstunden ausgefallen. CDU-Kultusministerin Kurth rangiert Sachsens Vorreiterstellung in den PISA-Tests mit ihrer offensichtlichen Verschleißpolitik auf das Abstellgleis, wenn sich der Ausfall von Schulstunden weiter verschärft. Trotz Seiteneinsteigern und Maßnahmenpaket der Staatsregierung zur Lehrerversorgung verschärft sich die Situation an unseren Schulen weiter. Daher muss sich Sachsens CDU/SPD-Regierung fragen, wie wirkungsvoll ihre aktuellen Aktivitäten in dieser Hinsicht sind. Entpuppen sich diese gar als Luftnummern?

Kultusministerin Kurth sollte sich dringend mit den Rahmenbedingungen der Lehrkräftearbeit befassen. Dazu zählen kleinere Klassengrößen, eine bessere Bezahlung und vor allem eine Abkehr von der Inklusion. Diese und weitere Forderungen hat die AfD-Fraktion beinahe schon gebetsmühlenartig angemahnt. Anträge (Drs. 6/5153) für Sofortmaßnahmenpakete wurden von den Altparteien, wie etwa im Sommer 2016, vehement abgewiesen.

Und Frau Ministerin Kurth sollte schnellstmöglich Schülern und Eltern erklären, wie der massiv ausgefallene Unterrichtsstoff nachgeholt werden kann, um keine Nachteile für unsere Schüler bei den Abschlussprüfungen zu riskieren.“

Diese Seite verwendet Cookies.