Speisepilze für Sachsen-Statistik wichtiger, als Asylbewerber ohne Pass?

Per Kleiner Anfrage (6/9203) wollte der AfD-Politiker Sebastian Wippel wissen: Wie viele anerkannte Asylbewerber/Flüchtlinge es im 1. Quartal 2017 in Sachsen gab, die keinen oder einen ungültigen Pass haben. CDU-Innenminister Ulbig antwortete, dass dies „statistisch nicht erfasst“ würde.

Dazu erklärt der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Sebastian Wippel:

„Ich frage mich seit längerem, wozu wir in Sachsen Statistiken führen und ein Statistisches Landesamt betreiben, welches mit hart erarbeiteten Steuergeldern finanziert wird. Anfragen der AfD-Fraktion werden regelmäßig mit der Begründung der Nichterfassung statistischer Daten abgebügelt. Stellvertretend seien hier die Anfragen nach Drogenfunden bei Kindern an Sachsens Schulen, die Anfrage nach Teilnahme von Lehrkräften an verpflichtender Fortbildungen oder auch nach Gewalt gegen Christen in sächsischen Asylunterkünften genannt. Auch diese Fälle werden in Sachsen angeblich statistisch nicht erfasst.

Dafür scheint es für die Behörde wichtiger zu sein, dass 2014 in Sachsen knapp 1.350 Tonnen Speisepilze geerntet wurden, 96 Prozent davon Champignons waren.

Theoretisch ist es auch möglich, dass dem Innenminister die von der AfD-Fraktion immer wieder eingeforderten Informationen vorliegen, aus ‚political correctness‘ jedoch verschwiegen werden. Etwa wie das immer wieder praktizierte Nichtnennen der Täter-Herkunft bei schweren Straftaten.“

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