Staatsregierung muss Beratung Demenzkranker stärker fördern

Auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (Drs. 6/6777) über den Aufbau von Beratungsstellen für Demenzkranke und ihre Angehörigen antwortetet das CDU-Sozialministerium, dass dafür pro Jahr 520.000 Euro zur Verfügung stehen.

Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, André Wendt:

„In den letzten Jahren ist die Zahl der Demenzkranken in Sachsen drastisch gestiegen - auf aktuell 95.000 Personen. Aufgrund der demographischen Situation wird sich diese Zahl um mehr als zwei Drittel bis 2050 erhöhen. Das schätzt die Alzheimer Gesellschaft Sachsen. Für diese immer größer werdende Patientengruppe nur eine halbe Million Euro zur Verfügung zu stellen ist nicht nur pietätlos, sondern regelrecht unanständig, wenn im Gegenzug zig Millionen für ideologische Spaßprojekte bezahlt werden.

Es reicht nicht aus, dass alle kreisfreien Städte und Landkreise nur einen Pflegkoordinator haben, der sich nun auch noch zusätzlich um die Beratung Demenzkranker kümmern soll. Demenz ist gerade für die Angehörigen eines Betroffenen eine intensive, emotionale und zeitaufwändige Herausforderung. Der christlich geführten Staatsregierung sollte es eine Herzensangelegenheit sein, mit ihren immer älterwerdenden Bürgern anständig umzugehen und entsprechende finanzielle Mittel für deren Betreuung zur Verfügung zu stellen.“

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