Tierschutz braucht Kontrolle!

Wie die FAZ berichtet, werden Tierbetriebe in Deutschland nur selten von unabhängigen Amtstierärzten kontrolliert. In Bayern statistisch aller 48 Jahre, in Sachsen-Anhalt aller 24 und in Sachsen aller 10 Jahre. Zudem werden 13,7 Millionen tote Schweine, darunter fast 10 Millionen Ferkel, in „Verarbeitungsbetrieben für tierische Nebenprodukte“ entsorgt. Über die Hälfte der Tiere erleiden große Qualen und die Unternehmen verstoßen „in erheblichem Umfang“ gegen Tierschutzverordnungen.

Dazu erklärt der tierpolitische Sprecher, Sebastian Wippel:

„Jeder, der die schrecklichen Bilder dieser qualvoll geschundenen Tiere sieht, wird zustimmen, dass wir das Tierleiden beenden und die Anzahl der Amtstierärzte und die Kontrollen deutlich erhöhen müssen. In Sachsen gab es 2017 für rund 39.000 kontrollpflichtige Betriebe nur 483 Kontrolleure. Das ist zu wenig. Gerade vor dem Hintergrund der hohen Anzahl an Kadavern, die in Tierkörperbeseitigungsanlagen verarbeitet werden. Fast 10 Millionen tote Ferkel sind völlig inakzeptabel. Hier muss ein Umdenken stattfinden.

Kein Tier darf umsonst sterben. Tiere sind fühlende Lebewesen, dessen Leben und Wohlbefinden es zu schützen gilt. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leid oder Schäden zufügen. Daher müssen die Kontrollen verstärkt, hohe Strafen gegen Tierschutzverstöße verhängt und Verantwortliche von Tierbetrieben gegebenfalls mit Berufsverbot belegt werden.

Ein weiterer Punkt sind die Tiertransporte. Politisch erklärtes Ziel der AfD-Fraktion Sachsen zum Tierwohl und zur Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe ist es, dass Tiertransporte den eigenen oder Nachbarlandkreis nicht verlassen und auf jeden Fall in einem nahegelegenen Schlachtbetrieb enden. Damit erübrigen sich lange quälende Fahrten.“

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