Trotz Zwangsabgabe: ARD fehlen knapp 140 Millionen Euro

Die ARD geht von einer erheblich geringeren Summe an Rundfunkbeiträgen aus als bisher erwartet. Insgesamt fehlen ihr bis 2020 rund 140 Millionen Euro. Um weitere Kosten einzusparen, sollen weitere 370 Stellen abgebaut werden. Die AfD-Fraktion Sachsen hat am 18. April ein alternatives Rundfunkkonzept vorgestellt, das einen wirtschaftlicheren und bürgerfreundlicheren Rundfunk vorsieht.

Dazu erklärt Kirsten Muster, medienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag und eine der Initiatorin der Rundfunkreform:

„In Deutschland haben wir mindestens zwölf öffentlich-rechtliche Sender mit ca. 100 Programmen. Ihr Auftrag lautet, sachliche Informationen und Bildung anzubieten und nicht millionenteure Unterhaltungsshows, die ebenso private Sender produzieren könnten. Dazu reicht nach den konstruktiven Vorschlägen der AfD allerdings ein Bürgerrundfunk, der aus freiwilligen Beiträgen gespeist wird. Wie man auf die grandiose Idee kommen kann, dass ein Topf, der ca. acht Milliarden Euro groß ist und durch Zwangsbeiträge gefüttert wird, nicht ausreichen sollte, erschließt sich mir nicht. Dass die ARD trotz dieser ungerechtfertigten Geldzufuhr immer noch nicht mit einem dicken Plus über die Runden kommt, zeigt, wie verkrustet und aufgebläht diese Strukturen inzwischen sind.

Der jetzige Rundfunk, der den Bürgern Deutschlands jeden Tag vorgesetzt wird, besteht – von erfreulichen Ausnahmen abgesehen - aus einem regierungstreuen Einheitsbrei und findet täglich weniger Zuspruch.. Das jetzt bekannt gewordene Bilanzminus beweist, dass eine grundlegende und umfassende Neugestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks notwendig ist. Das Konzept der AfD-Fraktion für eine neue Medienordnung ist der richtige Schritt dazu.“

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