Vera Lengsfeld als Gutachterin auf AfD-Einladung im Landtag

Heute war Bürgerrechtlerin und CDU-Mitglied Vera Lengsfeld auf Einladung der AfD-Fraktion als Sachverständige im Sächsischen Landtag. Diskutiert wurde ein Antrag der Grünen „Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur in Sachsen weiterentwickeln“ (Drs. 6/9610).

Dazu erklärt die kulturpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Karin Wilke:

„Kommunismus und Nationalsozialismus sind die Katastrophen nicht nur des vergangenen 20. Jahrhunderts. Das totalitäre Gift wirkt weiter. Bis in unsere heutige Zeit.
Die Grünen im Sächsischen Landtag wollen den Fokus der Erinnerungskultur an totalitäre, politische Systeme weg von der SED-Diktatur hin zur Nazi-Herrschaft lenken. Gegen diese Verankerung eines einseitigen Geschichtsbilds ist Vera Lengsfeld als bekanntes Opfer der SED-Diktatur und Bürgerrechtlerin der ersten Stunde genau die richtige Expertin. Lengsfeld trat 1990 bei den Grünen ein, um bereits sechs Jahre später aus Protest zum grünen ‚SED-Schmusekurs‘ zur CDU zu wechseln. Mittlerweile haben sich die Grünen komplett von der DDR-Bürgerrechtsbewegung abgewendet und tragen den Namen ‚Bündnis 90‘nur noch als Alibi im Namen. Dieser Linksruck ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die das SED-Regime 1989 auf der Straße zum Sturz gebracht hatte.

Lengsfeld verwahrte sich in der Anhörung entschieden gegen die unsachlichen Angriffe auf den Chef der sächsischen Gedenkstätten-Stiftung, Siegfried Reiprich. Der ehemalige DDR-Dissident, den die Stasi in den Westen vertrieben hatte, stehe wie kein anderer für die Schrecken der linken SED-Diktatur. Die Gefahren totalitärer Systeme könne nur erkennen, wer beide Spielarten von Diktatur kenne – die kommunistische und die nationalsozialistische.“

 

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