Verstöße bei Tiertransporten: Mehr Kontrollen und Lebendtier-Exporte in Drittländer unterbinden!

Von zehn kontrollierten Tiertransporten fielen alle durch, berichtete der MDR unter Bezugnahme auf Angaben der Polizeidirektion Dresden. Zum einen sei die Wasserversorgung der Tiere ungenügend, zudem hätte Dokumentationen der Desinfektion gefehlt oder seien unvollständig gewesen. Laut Sozialministerium wurden 2016 im fließenden Verkehr sachsenweit 80 Tiertransporte kontrolliert und 60 Verstöße festgestellt. Drei Viertel der Unternehmen hielten sich demnach also nicht an technische beziehungsweise tierrechtliche Vorgaben. Viele dieser Transporte gehen in so genannte Drittstaaten, also über die EU-Grenzen hinaus, weil die Schlachtungen dort stattfinden.

Dazu erklärt der AfD-Fraktionsvorsitzende und landwirtschafspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jörg Urban:

„Der Grund dafür, dass diese tierschutzrechtlich umstrittenen und sinnlosen Tiertransporte quer durch Europa überhaupt durchgeführt werden, ist eine komplett fehlgeleitetet EU-Landwirtschaftspolitik. Überladene Transporter, enorme Hitze, Stress und Dehydrierung – für Tiere sind die langen Transporte eine Tortur. Viele verletzen sich oder sterben qualvoll. Insbesondere aus Tierschutzgründen ist grundsätzlich der Export von Fleisch und Fleischprodukten dem Export lebender Tiere zur Schlachtung vorzuziehen.

Ich fordere darum von der EU einen Stopp von Lebendviehexporten zur Schlachtung in Drittländer. Ziel unserer AfD-Initiative für den ländlichen Raum ist es auch, die herkömmlichen Dorfstrukturen in Sachsen nicht nur zu erhalten, sondern auch wiederzubeleben. Tierhaltung vor Ort muss wieder mehr Gewicht bei der Fleischerzeugung bekommen. Das erspart lange Viehtransporte und hilft traditionelle Arbeitsplätze in der Landwirtschaft zu erhalten und auch neue zu schaffen. Zudem müssen dringend die Kontrollen für Viehtransporte verstärkt werden. Lebende Tiere sind keine herkömmliche Transportware!“

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