Warum erst jetzt, Herr Kupfer?

Frank Kupfer, Sachsens CDU-Fraktionschef, sieht in der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel die Ursachen für die CDU-Wahlschlappe letzten Sonntag. „Was die Kanzlerin 2015 gemacht hat, wird von den Menschen nicht akzeptiert“, sagte der Politiker. Weiterhin sagte er, die Menschen in Sachsen hätten genug von Veränderungen. Sie wollten weder Multi-Kulti noch Moscheen in Sachsen: „Der Islam gehört weder zu Deutschland noch zu Sachsen“.
 
Carsten Hütter, sicherheitspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, kommentiert:
 
„Es muss also erst der Verlust der Mehrheit in Sachsen sein, dass Mitglieder der Regierungspartei umdenken und bestätigen, was die inzwischen stärkste Partei im Freistaat, die AfD, seit Beginn sagt: Der Islam in einer frauenverachtenden, Minderheiten unterdrückenden, Freiheitsrechte beraubenden und in Teilen inhumanen Form kann niemals Teil Sachsens oder Deutschland sein. Allerdings fragen wir uns schon, warum Herr Kupfer erst jetzt den Mund aufmacht und seiner Kanzlerin offen in die Parade fährt? Wieso hat er nicht früher Position bezogen? Feigheit? Opportunismus?
 
Der Wähler kann Ehrlichkeit erwarten. Wenn Herr Kupfer nun völlig anders redet, als er politisch handelt, verspielt er seine Glaubwürdigkeit. Oder warum stimmte der CDU-Fraktionsvorsitzende beim AfD-Gesetzesentwurf, die Gesichtsverschleierung zu verbieten (Drs. 6/6124), mit „Nein“?“

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