AfD-Antrag: Mobbing an Schulen endlich wirksam bekämpfen

In der aktuellen Landtagssitzung stellte die AfD-Fraktion Antrag „Mobbing ernst nehmen, Schüler und Lehrer schützen“.

Karin Wilke, schulpolitische Sprecherin, erklärt:

„Wer meint, Mobbing sei eine moderne Form der altbekannten Hänseleien, der irrt. Digitales Mobbing wirkt immer und überall. Während es für den Täter kaum Folgen hat, leidet das Opfer umso mehr. Wir erinnern uns an den Fall einer 11-jährigen Schülerin aus Berlin, die sich wegen fortgesetzten Mobbings im Februar an ihrer Schule selbst das Leben nahm. Berlin ist nicht Sachsen, aber auch hier im Freistaat können wir ganz klar einen Trend zu steigender Gewalt an unseren Schulen feststellen.

Mit unserem Antrag machen wir Mobbing greifbar und legen die Grundlage, effektiv handeln zu können. Nicht zuletzt schaffen wir Rechtssicherheit im Umgang mit Mobbing, denn es handelt sich um einen ernsthaften und dauerhaften Konflikt, den ein Lehrer vielleicht nicht mit einem Stuhlkreis lösen kann. Wir halten daher geschulte Mobbing- und Konfliktberater, neben den Beratungslehrern, an Schulen für sinnvoll und notwendig.

Die Schulung aller Lehrer bildet einen weiteren wichtigen Punkt im Rahmen der Mobbingprävention.
Es ist richtig, dass es bereits entsprechende Fortbildungsangebote zum Thema Mobbing für Lehrer gibt. Wir fordern:
1. Eine obligatorische „Anti-Mobbing-Woche“,
2. die Erarbeitung gemeinsamer Regeln im Klassenverband und
3. eine eingeschränkte Handynutzung, geregelt über eine Ampel mit rot = absolutes Handyverbot, gelb = nur im Auftrag des Lehrers und grün = freie Nutzung.

Unser Antrag enthält wichtige strategische Maßnahmen zur professionalisierten Mobbingprävention, der die Schulen in die Lage versetzt, Mobbing zu erkennen und zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen, um unsere Kinder zu schützen.
Als „ultima ratio“ sollen Lehrer nunmehr über § 50a Absatz 1 Schulgesetz verpflichtet werden, das Jugendamt unter den genannten Voraussetzungen einer Kindeswohlgefährdung durch Mobbing unverzüglich einzuschalten.“

 

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