Antrag der Fraktionen „Die Linke“ und „Grüne“: Totalverbot von Glyphosat ist populistischer Mummenschanz

Gunter Wild, landwirtschaftspolitischer Sprecher der sächsischen AfD-Fraktion kommentiert den Antrag der Fraktionen „Die Linke“ und „Grüne“, „Einsatz von Pflanzenschutzmitteln insbesondere mit den Wirkostoffen Clomazone und Glyphosat stärker reglementieren und Auswirkungen weiter erforschen“:

„Auch die AfD-Fraktion ist für eine deutlichere Rücknahme des Glyphosatz-Einsatzes. Doch mit einem Totalverbot, wie es Linksgrün nun fordert, können wir uns nicht arrangieren. Auch wenn wir uns der im Antrag enthaltenen Forderung, Glyphosat zur Vorerntebehandlung (Sikkation) ausnahmslos zu verbieten, anschließen können, ist der Antrag in reichlich vielen Punkten nur mehr Wahlkampfgetöse. So ist etwa die Einschränkung von Pflanzenschutz- und Behandlungszeiten auf Bienen- und Insektenfreundliche Tageszeiten nicht praktikabel. Soll nach den Vorstellungen der Antragsteller nur noch nachts oder kurz vor dem Regen gespritzt werden?

Darüber hinaus ist auch eine bundeseinheitliche Pestizidabgabe zu pauschal und nicht zielführend. Pestizide müssen ohnehin gekauft werden, aber kein Landwirt spritzt, wenn er sich davon nicht einen konkreten Nutzen erhoffen würde. Wichtiger wäre die Frage, wie können die Bauern den Mitteleinsatz reduzieren, ohne wirtschaftliche Einbußen fürchten zu müssen?

Die AfD-Fraktion hat Vertrauen in eine verantwortungsvolle Arbeit der sächsischen Landwirte. Den von links und grün geäußerten Generalverdacht können und wollen wir nicht mittragen.“

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