CDU-Bildungs-Chaos: Unterrichtsausfall immer schlimmer

Der Unterrichtsausfall hat in Sachsen mit über fünf Prozent einen neuen Höchststand erreicht. Am schlimmsten ist die Region Bautzen betroffen. Dort konnte nur ca. die Hälfte der offenen Lehrerstellen besetzt werden. Acht von zehn neu eingestellten Lehrern in den Landkreisen Görlitz und Bautzen sind Seiteneinsteiger ohne pädagogische Kenntnisse, berichtet die „Sächsische Zeitung“.

Karin Wilke, bildungspolitische Sprecherin, erklärt:

„Die Ausmaße des CDU-Bildungs-Chaos werden immer schlimmer. Eine ganze Generation unserer Kinder wird nur noch im Notfall-Modus unterrichtet. Fächer wie Kunst, Musik, Werken und Sport sind teilweise ganz vom Unterrichtsplan verschwunden, zunehmend wird auch Mathe, Physik und Deutsch gestrichen. Leichtfertig wird der sächsische Spitzenplatz in der Pisa-Studie verspielt.

Jahrelang hat das CDU-Kultusministerium so gut wie keine Lehrer eingestellt und sächsische Lehramtsstudenten zum Abwandern in andere Bundesländer gezwungen. Viel zu spät wurde diese fatale Praxis geändert - nun ist der Markt für Lehrer leer gefegt.

Die massenhafte Einstellung von Seiteneinsteigern ohne pädagogische Ausbildung ist ein Offenbarungseid und wird die Unterrichtsqualität weiter absenken. Dazu kommt die Frustration und Spaltung in den Lehrerzimmern: Erfahrene Kollegen, die die verbeamteten Neueinsteiger anlernen müssen, verdienen zum Dank deutlich weniger als die ‚Neu-Lehrer‘.“

 

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