CDU wirbt mit AfD-Politik für Landarztquote

Mit einer Anzeige in Tageszeitungen propagiert die sächsische CDU, dass sie nun aufgrund des Ärztemangels die bereits von der AfD geforderte Landarztquote einführen möchte. Im Landtag hatten Regierung und alle anderen Parteien den Antrag vor zwei Jahren noch abgelehnt.

André Wendt, sozialpolitischer Sprecher, erklärt:

„Der Ärztemangel vor allem auf dem flachen Land besteht bereits seit Jahren und wird sich weiter verschärfen - ein Drittel aller Hausärzte erreicht in den nächsten drei Jahren die Altersgrenze. Bei Fachärzten sieht es noch schlimmer aus. Auf einen Termin beim Hautarzt oder Orthopäden müssen Kranke oft monatelang warten. Insofern ist es skandalös, dass die CDU-Regierung jahrelang die Hände in den Schoß gelegt hat.

Als neue Partei hat die AfD im Sächsischen Landtag schon vor Jahren Druck gemacht, die medizinische Versorgung auf dem Land nicht vollends gegen die Wand zu fahren. Wir forderten eine verbindliche Landarztquote in der Medizinausbildung (6/8490). Damals lehnte die CDU unseren Antrag noch ab - nun wird sie durch die Wahlerfolge der AfD genötigt, ihn doch zu übernehmen.

Hier zeigt sich erneut – AfD wirkt, auch wenn wir aktuell noch keine Regierungsverantwortung tragen.“

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