Lausitz wird durch Kohleausstieg entvölkert

Die Landkreise Bautzen und Görlitz werden bis 2035 über 20 Prozent ihrer Einwohner verlieren, berichtet BILD. Dagegen werden die Großstädte Dresden um neun Prozent und Leipzig um 16 Prozent wachsen.

Sebastian Wippel, kommunalpolitscher Sprecher und Oberbürgermeisterkandidat für Görlitz, erklärt:

„Es ist unverantwortlich, bei dieser massiven Abwanderung der Lausitz politisch motiviert den wirtschaftlichen Todesstoß zu versetzen. Nichts anderes ist der überhastete Kohleausstieg, um im nationalen Alleingang, mit Einfluss im 0,0% Bereich auf den CO² Gehalt der Luft, das Weltklima zu retten.

Durch den Kohleausstieg werden in dieser strukturarmen Gegend tausende gut bezahlte Jobs wegfallen. Verarmung und Wegzug vieler Familien sind dann vorprogrammiert. Autobahn und Bahnstrecke werden erst in über einem Jahrzehnt ausgebaut sein. Ob sich dann ausreichend Investoren ansiedeln werden, ist fraglich - das nahe Polen lockt mit geringen Löhnen und einer Sonderwirtschaftszone. Eine Sonderwirtschaftszone brauchen die deutschen Gemeinden entlang der polnischen Grenze ebenfalls.

Die AfD will nicht nur die Kohle-Jobs erhalten, sondern auch den ländlichen Raum insgesamt attraktiver machen. Wir haben im Landtag einen Sonderfond beantragt, mit dessen Geld medizinische Versorgung, Bildung, Kulturangebote und der ÖPNV auf dem Land deutlich ausgebaut werden können. Alle etablierten Parteien haben unseren Antrag abgelehnt.“

 

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