Lehrlinge und Studenten gleich behandeln

Lehrlinge und Studenten gleich behandeln

Am Wochenende demonstrierten in Leipzig 1000 Therapeuten für eine bessere Bezahlung und für weniger Bürokratie. Nach Angaben der LVZ droht der Berufszweig auszusterben.

Karin Wilke, schulpolitische Sprecherin, kommentiert:

„Wer schon mal einen Therapeuten besuchen musste, wird die Leistung umso mehr schätzen, wenn er sich wieder schmerzfrei bewegen kann. Daher ist es wichtig, die Forderungen von Logopäden, Masseuren, Physiotherapeuten, Podologen, Diätassistenten oder Ergotherapeuten ernst zu nehmen und schnell nach Lösungen zu suchen.

Ich bin dagegen, dass angehende Therapeuten ihre Ausbildung zum Teil selber bezahlen müssen, während ein Medizinstudium bis zu 200.000 Euro kostet und vom Staat finanziert wird. Therapeuten leisten einen wichtigen Beitrag bei der medizinischen Betreuung von Patienten. Daher muss die Therapeutenausbildung wie eine normale Lehre finanziert werden. Gleichzeitig muss auch die Vergütung der erbrachten Leistungen verbessert werden. Es kann nicht sein, dass Therapeuten oft nicht von ihrer Arbeit leben können und im Rentenalter von Altersarmut gefährdet sind.

Wir müssen in Deutschland endlich wieder ein Normalmaß erreichen und den Akademisierungswahn stoppen. Lehrlinge müssen dieselbe Wertigkeit erfahren wie Studenten.“

 

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