Mit Egon Bahr stirbt einer der wenigen Spitzenpolitiker, die Russland nicht pauschal verurteilten

Zum Tod von Egon Bahr erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Dr. Stefan Dreher:

„SPD-Politiker Bahr leistete einen entscheidenden Anteil an der Entspannungspolitik zwischen Deutschland und der Sowjetunion sowie der Überwindung des Kalten Krieges. Er half, die Gefahr eines dritten Weltkrieges zu bannen und die Möglichkeit einer deutschen Wiedervereinigung mit vorzubereiten. Deshalb trauert die gesamte AfD-Fraktion um den verdienten Politiker.

Leider wird die Entspannungspolitik von Egon Bahr zunehmend von der Bundesregierung, EU und USA torpediert. Moskau wird als alleiniger Verursacher der Ukraine-Krise hingestellt, obwohl EU-Kommissare mit ihrem einseitigen Assoziationsabkommen den Konflikt mit geschürt haben. Weiter bleibt unerwähnt, dass die USA massive geopolitische und wirtschaftliche Interessen in der Ukraine verfolgen. Auch zum Schaden Sachsens. Egon Bahr war einer der wenigen, die im transatlantisch dominierten Deutschland offen auszusprechen wagten, dass die USA es darauf anlegten, ‚Russland in die Knie zu zwingen‘. Dazu passen die verstärkten Manöver der USA in den östlichen EU-Ländern und der Ukraine, die für zusätzliche Spannung in dem aufgeheizten Konflikt sorgen. Erst gestern mussten amerikanische Hubschrauber in Sachsen notlanden, die auf dem Rückweg von Manövern in Polen waren.“

News durchsuchen

Archiv

Diese Seite verwendet Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung